Jagd mit dem Irish Setter

Über die Feldqualitäten der englischen Vorstehhunde ist genügend berichtet.
Ein Setter aus jagdlicher Zucht verfügt in der Regel über alle Grundvoraussetzungen für vielseitige Verwendung: Härte, Passion (Wasser!), Jagdinstinkt.
Dies macht ihn in der Hand eines vernüftigen Führers (oberstes Gebot heißt Konsequenz) zu einem vielseitigen Vorstehhund.
Die Verwendungsmöglichkeit für Setter auch bei der Arbeit nach dem Schuß hat in Deutschland lange züchterische Tradition. Immerhin jagen deutsche Waidmänner schon seit über 120 Jahren mit Irish Settern.

Wir jagen mit großem Erfolg auf alles Niederwild, einschließlich Raubwild.
Neben Flugwild ist bei uns die Hauptwildart Kaninchen und Ente.

Das Verlorenbringen auf der Krankfährte des Hasens oder des geflügelten Federwildes stellt den Setter vor keine Probleme.

Den starken Fuchs bringt er sicher und läßt ihn auch krank nicht davon kommen. Kann er ihn nicht abtun, dann stellt er ihn und läßt nicht von ihm ab.

Bei wirklich wehrhaftem Wild wird der Setter sich nicht "kopflos draufstürzen", sondern es stellen und auf Unterstützung seines Herrn warten.

Schwierige Schweißfährten überlassen wir den Spezialisten, aber "einfache" Nachsuchen auf Reh- und Schwarzwild stellt ihn vor keine Probleme. Krankes Rehwild wird heruntergezogen und abgetan, Schwarzwild i.d.R. gestellt und verbellt, bei geringeren Stücken auch gehalten.

Auch die Baujagd (im weiteren Sinne) ist mit einem guten Setter eine jagdlilche Freude. So zeigt er doch sicher an, ob der Bau befahren ist und man kann gezielt das Frettchen ansetzen. Oder er bringt den gesprengten und beschossenen Fuchs verloren.

Beim abentlichen Entenstrich verbirgt die dunkelrote Jacke den IS vor den abstreichenden Enten perfekt und nach dem Schuß ist absoluter Verlaß, dass die Beute gebracht wird.
Ob knackige Wintergrade, schnelle Flüsse oder dichte Schilfgürtel, mit einem Setter geht selten eine Ente verloren. Wenn tagsüber auf Wasserwild gejadt wird, läßt sich der Setter hervorragend zum stöbern und hochmachen einsetzen. Er läßt sich gut leiten und umschlägt Gewässer so, daß das Wild passend kommt.

Bei der Jagd auf Tauben ist der rote Setter ebenfalls gut getarnt und durch seine Arbeitsfreude und Finderwillen ein willkommener Helfer. Schon viele verlorengeglaubte Tauben wurden aus großen Maisschlägen sicher gebracht. Ebenso ist der Setter voll einzusetzen bei der Verlorensuche auf geflügelte Rabenkrähen und Elstern. Auf Treibjagden zeichnet sich der Setter durch seine Stöberfreude auch im dicksten Dickicht aus. Brennnesseln, Brombeeren und Schwarzdorn sind kein Hindernis, wenn es gilt Beute zu machen.